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Madagaskar:

Pest ausgebrochen



In der Republik Madagaskar, dem zweitgrößten Inselstaat der Welt,  östlich des südafrikanischen Staates Mosambik gelegen, ist die Pest ausgebrochen und forderte mittlerweile 50 Tote.

Die Pest, auch "schwarzer Tod" genannt, ist eine hochansteckende Erkrankung. Sie wird durch das Baketerium Yersinia pestis ausgelöst und mittels Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen) durch z.B. Nagetiere (besonders Hund, Katze, Hausmaus, Wanderratte und Hausratte) oder durch den Biss von Insekten, z.B. Flöhen (besonders Rattenflöhe und in kälteren Regionen durch Menschenflöhe) übertragen.

Je nach Übertragungsart und Überträger entwickelt sich nach Infektion eine Beulenpest, Pestsepsis, Lungenpest und abortive Pest. Während die letzte relativ harmlos übestanden werden kann und zur Immunität führt, breiten sich bei der Pestsepsis die Bakterien im Blut aus und lösen eine Sepsis (Blutvergiftung) aus, die unbehandelt innerhalb von 36 Stunden zum Tod führt. Symptome sind Fieber, Schüttelfrost, später Haut- und Organblutungen. Die Beulenpest ist mit 90% die am häufigsten auftretende Variante und besitzt eine Inkubationszeit von wenigen Stunden bis 7 Tagen. Die Sterblichekit liegt bei 50-60%. Die Lungenpest hat eine Inkubationszeit von 1 bis 3 Tagen, die Todesrate ist 95%, sie kommt jedoch sehr selten vor.

Die Diagnose für Lungen- und Beulenpest kann mittels eines 15-minütigem Schnelltests des Blutes, Sekrets oder Auswurf gestellt werden. Je später die Behandlung mit Antibiotika erfolgt, umso geringer ist die Heilungschance. Gegen einige Antibiotika haben die Bakterien Resistenzen entwickelt Für die Beulenpest stehen max. 6 Monate wirkende Schutzimpfungen zur Verfügung.

Die WHO stellt jährlich bis zu 2.000 Pestfälle in bis zu 21 Ländern fest, vorwiegend in Afrika (u.a. Uganda, Kongo, Madagaskar), aber auch in Indien, Peru und China. Besonders gefährdet sind Bauern, Landarbeiter und Jäger.

Es existiert aufgrund der Fälle keine Reisewarnung. Es ist jedoch ratsam, weder Wild- noch Haustiere anzufassen oder zu streicheln. Öfters Händewaschen ist ebenfalls hilfreich, da die Lipiddoppelhülle der Pestbakterien durch Seife zerstört wird, ebenso das Waschen der Kleidung. Meiden Sie in der Regenzeit (im Herbst) die madegassischen Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga und Toamasina und übernachten Sie so, daß Ratten keinen Zutritt zu Ihnen erlangen.