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Visum und Reisenews

Westafrika:

Ebola-Epidemie



 

Reisewarnung

In Guinea, Liberia, Sierra Leone wurden in den letzten Wochen über 160 Menschen mit Verdacht auf eine Infektion mit dem Ebola-Virus eingeliefert. Ärzte ohne Grenzen, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) u.a. Organisationen sind im Noteinsatz in diesem Gebiet, die die Patienten isolieren. Über 100 Menschen sind bereits daran gestorben. Das Auswärtige Amt rät derzeit dringend von Reisen in diese Länder ab. Reisenden in den Ländern Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste (Cote d´ Ivoire), Gambia, Ghana, Guinea-Bissau, Mali, Senegal und Togo wird empfohlen, Grenzregionen zu den betroffenen Ländern zu meiden.

 

Übertragung der Erkrankung

Ebolafieber wird durch Viren verursacht und von Mensch zu Mensch durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen, es kommen Übertragungswege wie durch Tröpfcheninfektion (z.B. Husten, Niesen), Schmierinfektion (Handgeben, Kontakt zu Ausscheidungen), neonatale Transmission  (Geburt) oder durch Geschlechtsverkehr in Betracht. Als Hauptwirt vermutet man Nilflughunde.

 

Symptome der Erkrankung

Symptome treten oft erst nach 3 Wochen auf. Unspezifische Symptome sind hohes Fieber, Erbrechen, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Entzündungen (Bindehaut, Rachenraum), Kreislaufzusammenbrüche, Krämpfe und Lähmungen. Es kommt schließlich zu Hämmorhagien (Blutungen) nach innen (z.B. der Milz, des Magen-Darm-Traktes: blutiger Stuhl, der Lunge: blutiger Husten) und nach außen. Nieren- und Leberfunktionsstörungen und Organversagen folgen häufig. Die Infektion verläuft zu 90% Tode tödlich.

 

Diagnose und Therapie der Erkrankung

Die Diagnose kann nicht allein klinisch erfolgen, da die Symptome sehr einer Infektion mit dem Marburg-Virus ähneln; es müssen Speichel, Urin oder Blut genetisch untersucht werden. Eine Therapie existiert nicht. Derzeit wird an einem Impfstoff gearbeitet, der in den nächsten Jahren erfolgversprechend realisierbar erscheint.

 

Vorsorge und Vermeidung einer Erkrankung

Meiden Sie in den genannten Ländern engen Kontakt zu Personen (z.B öffentlicher Verkehr), berühren Sie keine Toten, vermeiden Sie Kontakt zu möglichen übertragenden benutzten Gegenständen (Kondome, Spritzenbesteck/Injektionsnadeln u.a.). Essen Sie kein Fledermausfleisch oder angefressene Früchte. Berühren Sie keine lebendigen oder toten Wildtiere. Kochen Sie Gemüse und Obst am besten ab bzw. waschen Sie es gut. Waschen Sie regelmäßig Ihre Hände mit normaler Seife. Diese enthält Tenside, welche die Lipiddoppelhülle des Virus zerstören und ihn damit zerstören. Damit kann auch Geschirr und Kleidung virenfrei gemacht werden.

 

 

Weiterführende Informationen zu Ebola

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes stellt u ter folgenden Links weitere Informationen zur Verfügung:

http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/623034/publicationFile/191064/Ebola.pdf

http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/675054/publicationFile/191656/Ebola_Umgang.pdf