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Weltweit:

WHO ruft globalen Gesundheitsnotstand aus - Zika-Epidemie



Zikafieber-Epidemie

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des sich verbreitenden Zikafiebers am 01. Februar 2016 den "Öffentlichen Gesundheitsnotstand internationalen Ausmaßes" erklärt. Das Virus ist seit 1947 bekannt und kam bislang endemisch, d.h. ausschließlich in Afrika und Südostasien vor. Jedoch sind seit 2015 auch Millionen von Fällen in Mittel- und Südamerika, nun sogar Einzelfälle in den USA und in Deutschland bekannt.

 

Übertragung der Krankheit

Zikafieber wird durch Zikaviren verursacht. Diese werden wie auch das Dengue- und das Gelbfieber-Virus durch die Ägyptische und die Asiatische Tigermücke (Stegomyia, früher: Aedes) auf den Menschen übertragen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist durch Geschlechtsverkehr ebenfalls wahrscheinlich.

 

Symptome der Erkrankung

Nur 20% der Infizierten entwickeln Symptome, meist nach drei bis sieben Tagen Inkubationszeit. Der Verlauf ist relativ kurz (zwei bis drei Tage), mild und ähnelt einem grippalen Infekt: Fieber, Gelenkschmerzen, Muskel- und Kopfschmerzen. Es kann außerdem zu Hautausschlag und Bindehautentzündung kommen. Todesfälle bei Erwachsenen sind bislang nur vereinzelt von älteren Menschen und Vorerkrankten bekannt. Es scheint aber bei Neugeborenen Mikrozephalie (schwere Fehlbildung des Gehirns, geistige Behinderung, verringerte Lebenserwartung) und bei Erwachsenen als Spätfolge das Guillain-Barré-Syndrom (entzündliche Veränderungen des Nervensystems) zu verursachen.

 

Diagnose und Therapie der Erkrankung

Eine Diagnose aufgrund der Symptome ist schierig, da die Erkrankung anderen viralen Erkrankungen stark ähnelt. Serologische Nachweismethoden versagen ebenfalls wegen der Ähnlichkeit zu anderen Viren. Ein genauer Nachweis des Zika-Virus ist nur über den nachweis seines Erbmaterials im Blut potentiell Erkrankter möglich. Eine Therapie existiert nicht. Es wird symptomatisch behandelt, d.h. mit schmerzstillenden Mitteln und ausreichender Flüssigkeitszufuhr. Die Präsidenten der USA und Brasilien haben letzte Woche vereinbart, gemeinsam einen Impfstoff zu erarbeiten.

 

Vorsorge und Vermeidung einer Erkrankung

Bett-Mückennetze, Fenster-/Balkon-Fliegengitter sowie helle Kleidungsstücke helfen, möglichen Kontakt zu den Stechmücken zu begrenzen. Mückenspray und Einreibemittel aus der Apotheke oder natürliche Öle (u.a. Zeder, Eukalyptus, Geranien, Nelken, Neemsamen) können Stichen vorbeugen. Diese können bei Unverträglichkeit auch auf die Kleidung aufgetragen werden. Häufiges Duschen und Kleidungwechseln vermindert Schweißgeruch, der ebenfalls Mücken anzieht. Klimatisierte Räume unter 18°C hemmen die Mücken stark, unter 14°C sind sie nicht mehr vermehrungsfähig. Meiden Sie den Aufenthalt an/in feuchten Gebieten, Seen, Weihern, Sümpfen. Geschlechtsverkehr mit infizierten potentiell infizierten Menschen (Reisenden oder Bürgern aus diesen Ländern) sollten geschützt stattfinden. Schwangere sollten nicht in die betroffenen Länder reisen. Der Virus besitzt eine Lipiddoppelhülle, daher kann vermehrtes Händewaschen mit Seife (oder anderen viruziden sowie begrenzt viruziden Stoffen) einen schützenden Effekt im Umgang mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten infizierter oder potentiell infizierter Menschen einen schützenden Effekt haben.

 

Weiterführende Informationen zu Zika

http://www.bmg.bund.de/ministerium/meldungen/2016/160128-zika-virus.html

http://www.who.int/mediacentre/factsheets/zika/en/

http://ecdc.europa.eu/en/healthtopics/zika_virus_infection/zika-outbreak/Pages/Zika-countries-with-transmission.aspx